Jubiläumsbuch "Andere Zeiten"
zu bestellen beim Herausgeber Dr. Helmut Hundsbichler
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Willkommen

Herzlich Willkommen in Stiefern!
Stiefern (228 m, 233 Einwohner zzgl. 146 Bewohner mit Zweitwohnsitz, eine KG der Marktgemeinde Schönberg) ist ein malerisch gelegenes, unregelmäßig strukturiertes Dorf im Zentrum des Naturparks Kamptal. Es bereichert den Kulturpark mit geologischen, biologischen, historischen und kulturellen  Eigenheiten. Mächtige, rund 87.000 Jahre alte Ablagerungen von Löss umrahmen das Siedlungsgebiet in ansprechender Weise.
Die schönsten Aussichtspunkte auf den Ort und die anmutige Gegend sind der sanfte Kalvarienberg (ein Ausläufer des Manhartsberges) bzw. ihm gegenüber der schroffe Irbling (ein Ausläufer des Gföhler Waldes). Höchste Erhebung ist der Klopfhart (430 m). Die erstmalige Erwähnung von Stiefern 902 oder 903 (Stiuinna, Stiuen, Stiuinc) deutet auf slawische Siedlungsanfänge hin und ist mit Abstand die früheste Ortsnennung innerhalb des Waldviertels. Die drittälteste Nennung eines Schulmeisters in Niederösterreich (1315) bezieht sich ebenfalls auf Stiefern. Aus der Distanz betrachtet wird das Ortsbild bestimmt vom erhöht gelegenen Baukomplex von Burg und Kirche. Dessen älteste Bausubstanz ist um ca. 1130 entstanden.
Von 1399 bis 1782 gehörte fast ganz Stiefern gemeinsam mit dem Nachbarort Thürneustift zur Grundherrschaft des Kartäuserklosters Aggsbach (in der Wachau). 1790 kauften sich beide Orte daraus frei. Etwa von dieser Zeit an sind hier mehrere stimmungsvolle Kellergassen entstanden. Mit dem Nachbarort Altenhof bildet Stiefern eine interessante und qualitativ ansprechende Randlage des Weinbaugebiets Kamptal.
Als Weinbau-Ort ist Stiefern durch sonniges Klima ausgezeichnet. In der Stiefinger Altbausubstanz herrschen eingeschossige Bauernhöfe vor. Sie dienen heute überwiegend nur noch Wohnzwecken. Vor 1900 wurde auch Stiefern von der damaligen Hochkonjunktur des Kamptaler Bade-Tourismus erfasst. Auf diese Epoche gehen zahlreiche Villen zurück, und immer noch bietet auch das Flussbad erfrischende Abkühlung – sei es für seine traditionellen Fans vor Ort, sei es für durchradelnde Gäste.

Die meiste Infrastruktur befindet sich im drei Kilometer entfernten Markt Schönberg. Das gesamte Kamptal bietet viele verschiedene Ausflugsmöglichkeiten.