Heurige

Der Weinbau hat in Stiefern eine Jahrhunderte lange Tradition. Die Weinvermarktung in Form der heute geläufigen Heurigen-Betriebe ist hingegen ein weitaus jüngeres Phänomen: In Stiefern begegnet dergleichen erst in den 1930er Jahren. Wirklich „zum Heurigen“ ging man damals. Also zum Wein. Und diese Diktion sagt eigentlich schon alles: Der Heurige beruht auf dem alten Ausschank-Recht der Weinproduzenten, in dem Speisen ursprünglich nicht inkludiert waren.
Daher brachten die Heurigen-Besucher ihr Essen anfänglich selber mit. Erst in weiterer Folge gesellten sich auch Produzenten-Speisen zum Angebot an Produzenten-Wein(en), und die Bezeichnung „Heuriger“ hat sich schließlich auf das Lokal übertragen.
Heute gibt es in Stiefern mehrere Heurigenlokale, und ein Blick in den Heurigenkalender zeigt, dass während des Jahres zumindest eines davon geöffnet ist. Im schlechtesten Fall muss man in einen der Nachbarorte ausweichen. Die Charakteristik der Speisen reicht von hauseigenen Schmankerln bis zu regionalen Spezialitäten, dazu lockt ein sortenreiches Weinangebot.